Kostenkiller und Klimaschoner Green IT
Green-IT schont das Budget – schon bei der Anschaffung
Der Einsatz von Informationstechnologie ist verantwortlich für einen Anteil von 2% der weltweiten CO2-Emissionen. Das entspricht dem prozentualen Anteil des Gesamtluftverkehrs weltweit. Die IT-Industrie reagiert, auch bedingt durch strengere Vorgaben der Politik, mit der Produktion und dem Einsatz energiesparender Geräte und Prozesse. Allerdings nutzen erst wenige Unternehmen die neuen Green IT-Fördermöglichkeiten.
Inhaltsübersicht
Einsatz von Grüner IT am Arbeitsplatz
Die großen Kostentreiber und Umweltverschmutzer in Unternehmen sind Computer, Peripherie und Bürogeräte. Der Strombedarf von Bürogeräten liegt bei 20 bis 40% des Gesamtstromverbrauchs eines Bürogebäudes. Die Einsparpotentiale sind für Bürogeräte wesentlich höher als für Rechenzentren: Eine Reduzierung der Stromkosten um bis zu 50% pro Jahr ist hier möglich*. Die folgenden Maßnahmen zeigen wie.
„Thin Client“
Die höchsten Stromkosteneinsparungen sind zu erzielen durch umfangreichere Maßnahmen wie z.B. ein Umstieg auf das sogenannte „Serverbased Computing“. Hier übernimmt das Rechenzentrum die Aufgaben der Arbeitsplatz-PCs, so dass am Einzelarbeitsplatz nur noch ein „Thin Client“ gebraucht wird – ein besonders sparsamer Rechner mit nur einem Drittel des Stromverbrauchs eines herkömmlichen PCs.
Energiesparende Betriebseinstellung
Das Einstellen und Aktivieren der Energiesparfunktionen durch den Lieferanten, auch für den Netzwerkbetrieb, wird oft vergessen. Dabei spart diese einfache Maßnahme viel Strom.
Abschalten von nicht genutzten Geräte
Drucker, Scanner und PC müssen nicht 24 Stunden am Tag eingeschaltet bleiben. Auch der Standby-Betrieb verbraucht Strom. Daher sollten Mitarbeiter dafür sensibilisiert werden, die Geräte immer auszuschalten, wenn diese nicht benötigt werden.
Energieeffizienz im Serverraum
Um bis zu 50% lassen sich die Stromkosten für Serverräume und Rechenzentren mithilfe intelligenter Energieeffizienzmaßnahmen reduzieren – ohne Einschränkungen in Funktion und Sicherheit der Technik. Die beiden wichtigsten Ansätze zur Energie- und Kostenreduktion sind hier die Auslastung der Server und die Optimierung der Klimatisierung und Lüftung des Rechenzentrums.
- Optimale Auslastung des Servers durch Abstimmung aller Komponenten und Einsatz energiesparender Geräte (die durchschnittliche Auslastung eines Servers beträgt 20 bis maximal 30% – nur selten wird mehr Leistung benötigt).
- Reduzierung der Kühllast und Stromkosten durch eine Maschine und Ressourcen bündelnde Virtualisierung („Thin Client")
- Nutzung der Abwärme im Server-Raum durch Integration in ein energieeffizientes Klimakonzept mit passiver Klimatisierung und Wärmerückgewinnung
- Vermeidung einer unnötigen starken Kühlung. In separaten Server-Räumen kann die Temperatur ohne Einschränkung der Betriebssicherheit auf 26 °C steigen. Eine entsprechende Temperaturvorgabe spart viel elektrische Energie.
Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) und das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm (European Recovery Programm) bieten Unternehmen attraktive Finanzierungsmöglichkeiten für besonders innovative Energiesparmaßnahmen bzw. für einzelne Green-IT-Maßnahmen.
Infos unter www.bmu.de/foerderprogramme





