Zertifizierungen rentieren sich spätestens beim Verkauf
Zertifikate für nachhaltiges Bauen machen die Qualität von Immobilien transparent
Unterschiedliche Labels bestätigen die Nachhaltigkeit und werden immer bedeutsamer für den Wert einer Immobilie. Neue gesetzliche Vorschriften, mehr Wirtschaftlichkeit, bessere Vermarktbarkeit: Nachhaltig geplante und betriebene Gebäude werden von der Kür zur Pflicht. Ein anerkanntes Nachhaltigkeitszertifikat ist inzwischen eine klare Orientierungsmarke für Mieter, Käufer und das Risikomanagement von Investoren.
Unter dem Dach des U.S. Green Building Council hat sich eine Reihe von internationalen und nationalen Zertifikaten entwickelt, die die Nachhaltigkeit von Immobilien messbar machen. Mit der steigenden Nachfrage von internationalen Investoren, Investmentfonds, Lebensversicherungen und Pensionskassen, aber auch Privatanlegern nach energieeffizienten Gebäuden rücken diese Zertifizierungen immer stärker ins Blickfeld. Aussagekräftige Zertifikate werden immer mehr zum Gütesiegel, das Investoren die Qualität eines Gebäudes gut nachvollziehbar aufschlüsselt und seine Rentabilität über den gesamten Lebenszyklus transparent macht.
Nach einer von CoStar im März 2008 veröffentlichten Studie erzielen LEED-zertifizierte Gebäude im Schnitt
- 4,1% höhere Belegungsraten
- 122 US Dollar / m² höhere Mieteinnahmen
- 1.840 US Dollar / m² höhere Verkaufspreise
als Gebäude von vergleichbarer Qualität ohne LEED-Status. CoStar ist das größte kommerzielle Real Estate Research-Unternehmen in den USA. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 355 LEED zertifizierte Gebäude analysiert.
Diese Zahlen relativieren Diskussionen über Mehrkosten des nachhaltigen Bauens und verweisen auf das große Potenzial der internationalen Zertifizierungen für Anleger und Investoren. Auch in Europa zeigt die Praxis zunehmend, dass sich zertifizierte Immobilien in der Regel besser vermieten und verkaufen lassen. Mit der begehrten Auszeichnung sinkt ihr Leerstandsrisiko und steigt ihre Rentabilität.


