HQE – Haute Qualité Environnementale
Auch in Frankreich sollen Bauherren und Bauträger zu einem Umdenken und Optimieren in Richtung ökologische Qualität geführt werden. Ein Instrument hierzu ist die HQE-Methode, die seit 1994 bei Bauprojekten getestet und seit 1997 von der HQE-Association angewendet wird.
Die HQE-Zertifizierung deckt drei Phasen ab: Auftrag, Entwurf und Ausführung. Die Audits werden am Ende der drei Phasen durchgeführt. Dabei stehen zwei Aspekte im Zentrum: das ökologische Management von Bauprojekten und der nachhaltige Gebäudeentwurf.
Um das HQE-Zertifikat zu erhalten, müssen in 14 Kategorien mindestens 30 von 110 Punkten erreicht werden. Pflichtkategorien sind Schadstofffreiheit, Energiemanagement und Wassereffizienz. Hier müssen mindestens 19 von 45 Punkten erreicht werden. Unter den restlichen Kategorien kann der Bauherr diejenigen wählen, die dem Profil des Gebäudes und den Nutzeranforderungen am besten entsprechen.
Beurteilungskategorien:
- Integration der Gebäude in das Umfeld
- Integrierte Auswahl der Bauverfahren und Bauprodukte
- Schadstofffreiheit
- Energiemanagement
- Wassereffizienz
- Entsorgungsmanagement
- Unterhaltungs- und Betriebsmanagement
- Ganzjährig gesunder Raumkomfort
- Akustischer Komfort
- Visueller Komfort
- Thermischer Komfort
- Hygiene der Sanitär- und Küchenbereiche
- Luftqualität
- Wasserqualität
Anwendungsbereiche:
- Neubau und Sanierung
- Wohngebäude
- Breites Spektrum von Gebäudearten wie Büro- und Gewerbebauten, öffentliche Gebäude und Bildungsstätten
Bewertungen:
- Très performant
- Performant
- Base



